Was bedeutet kesseldruckimprägniert?

Ein Großteil unserer Gartenhölzer sind kesseldruckimprägniert. Durch die Kesseldruckimprägnierung werden mäßig dauerhafte, heimische Hölzer, wie beispielsweise die Fichte, länger haltbar gemacht.
Dadurch sind sie für den Außenbereich ohne Erd- und dauerhaften Wasserkontakt (Gefährdungsklasse 3) geeignet.

Das Verfahren

Es gibt verschiedene Varianten des Verfahrens. Das Grundprinzip besteht darin, das in einem Kessel das zu imprägnierende Holz mit Holzschutzmittel geflutet wird. Dadurch wird die Lebensdauer des Holzes im Außenbereich erheblich verlängert, indem es optimal vor holzzerstörenden Pilzen und Insekten geschützt ist.
Die Aumer Holz- & Imprägnierwerk GmbH verwendet das Wechseldruckverfahren. Im Gegensatz zu anderen "statischen" Verfahren handelt es sich bei dem Wechseldruckverfahren um ein "dynamisches" Verfahren. In kurzer Zeit wechseln einander Vakuum- und Druckphasen ab, wobei die Vakuum- und Druckübergänge im Bruchteil einer Sekunde erfolgen. Während der Vakuumphasen wird jeweils eine kleine Flüssigkeitsmenge aus dem Holz abgesaugt, in der Druckphase wird dann Schutzflüssigkeit eingepresst.
Das bei unseren Produkten eingesetzte Holzschutzmittel ist chromfrei und auf Basis von anorganischen Kupfer- und Borverbindungen. Dieses Holzschutzmittel ist vorbeugend wirksam gegenüber holzzerstörenden Pilzen und Insekten. Die Fixierung des Holzschutzmittels im Holz dauert einige Tage bis Wochen bis sie in wasserunlösliche Komponenten umgewandelt ist. Nach der Fixierzeit ist der Holzschutz schwer auswaschbar, witterungsbeständig und pflanzenverträglich.
 
Die Imprägnierfarbe ist bei uns braun, kann aber im Laufe der Zeit verblassen. Ein Überstreichen ist mit jeder handelsüblichen Lasur möglich.
 

Hinweise/Tipps

Harze im Holz können mit den Kupfersalzen des Imprägniermittels reagieren und es entstehen sogenannte Salzausblühungen, kleine weiße bis hellgrüne Punkte, die aber auch mit der Zeit verblassen. Die Ausblühungen stellen keinen Schimmelbefall dar.